Reisebericht 2 Wochen
Süd-Norwegen 
Die
Planung besteht darin zu wissen was wollen wir 14 Tage Essen,
eingekauft wird in Deutschland. Wir kaufen uns quer durch die
verschiedenen Supermärkte wegen der Auswahl. Gerätschaften: Gaskocher
und Töpfe, Besteck und Dosenöffner. Wollbekleidung und Regenbekleidung,
Wanderschuhe fürs Gebirge und leichte Trekkingschuhe für Strecke,
Wanderstöcke. Lankarte haben wir eine von freytag & berndt:
Norwegen Süd Oslo – Bergen –Stavanger 1:250 000
11. Juni
Wir starten natürlich wieder in Nordenham(10:40). Wir fahren mit
unserem Polo über die Fähre Wischhafen—Glückstadt. Ankunft in Hirlshals18:00,viel
zu früh aber man weiß ja nie was einem dazwischen kommt. Einschecken
auf die Fähre Kristiansand konnten wir dann erst um 20:45. Abfahrt Nachtfähre
war dann erst um 1:15. Ankunft 7:45 schönster Sonnenschein und wir
total gerädert. Nie wieder Nachtfähre so viele betrunkene, laute
Menschen haben wir noch nie erlebt und brauchen wir auch nie wieder. Tipp: das
bisschen mehr an Geld sollte man ausgeben um eine Tagesfähre zu nehmen
oder mitfeiern (dann fällt natürlich das Autofahren flach).
12. Juni
Ankunft Lyngdal 9:00 super Sonne. Ab 10:00 können wir den
Schlüssel für das Häuschen abholen. Unser Häuschen
ist sehr gemütlich
mit Kamin
und mehreren Schlafzimmern. Wir haben einen schönen
Balkon mit Blick auf den Gronsfjørden
und um 21:30 ist die Sonne noch da, 19°c und absolute Ruhe.
13. Juni
Wir wollen die nähere Umgebung ein wenig erkunden und fahren zum
Leuchtturm in Lindesnes. Das Wetter spielt mit aber an den Leuchtturm
kommen wir nicht nahe genug heran. Wir schnappen uns unsere
Wanderschuhe und wandern einfach über die grob felsige Gegend
bis zur Nordsee. An einem kleinen Wasserfall kochen wir uns erst einmal
eine Tasse Kaffee. Dann geht’s auch schon zum Auto zurück. Und wir
fahren über Skomrak nach Revøy runter. Wir überqueren eine schöne Brücke. Hier sind wir jetzt am Ausgang von Grønsfjorden. Unterwegs schlachten wir dann auch unsere
erste Dosensuppe und machen sie auf unserem kleinen Gaskocher warm (Tüten für den Müll mitnehmen!). Es geht wieder zum Haus mit einigen kleinen
Umwegen die wir hier und da mal hineinfahren und ein wenig laufen.
14. Juni
Wir starten sehr früh und fahren nach Fasund in Ramsdalen wir haben
einen schönen Blick auf den Lyngdalsfjorden. Dort geht’s weiter zum Aussichtspunkt in
Snabbe danach Skanefjell und über Liknes auf der 465 nach Moland zum Wasserfall.
War schön nur ein bisschen wenig Wasser. Dann geht’s wieder zurück auf
der 42 dann zum Wasserfall
Landalen auch sehr schön und sehr viel Ruhe. Wir fahren dann über
Birkeland die 43 wieder nach Hause. Leider fängt es an zu Regnen man
hat uns erzählt das es drei Wochen vor unserer Anreise trocken war,
dass wäre angeblich häufig so (hätte
wir vorher gerne gewusst).
15. Juni
9:30
über Vigeland bei aufgelockertem aber sehr windigem Wetter in Richtung
Mandal auf der E39 dann nach Krossen auf der 455 in der Hoffnung auf
einen Wasserfall. Leider das Flussbett ist ziemlich trocken der
Wasserfall daher dürftig. Die 455 weiter nach Norden über Laudal,
Bjelland vorbei an sehr schönen Bergseen.
Unterwegs nach Åsand sehr schöne Orte, Städte, Bergseen und leider eine
Baustelle so das wir unseren Bergweg zur Wanderung nicht finden. Tipp: Wanderungen sind sehr gut Ausgeschildert
meist mit Erklärungen zur Gegend zur Strecke, Flora und Fauna. Wir haben dann etwas nördlicher bei Bredland
geparkt und sind eine weile im Flussbett gelaufen.
Von Sveindal über Håland die 460 runter zu Byremo, Konsmo, Tryland dort
Abfahrt nach Leland, Eikedal, Buhølen aber auch dieser Wasserfall
braucht mehr Wasser. Die Strecke war wieder sehr schön und ruhig. Genug
für Heute, ab nach Hause.
16. Juni
Aufgewacht um 5:30 (man
schläft hier wie ein Stein, tief und effektiv)
Blick aus dem Fenster—jo wird Zeit aufzustehen. 7:00 wir starten
Richtung Lyngdal auf der E39 Flekkefjord in Richtung Stavanger. Bei
Ålgård fahren wir auf die 45 vor Oltedal auf die 508 und dann auf die
13 zur Fähre in Lauvvik. Wir wollen nach Oanes. 79,00NOK kostet das
Übersetzen. Nach ca. 5 Min ist die Fähre schon da und wir überqueren
Høgsfjorden die Fähre ist etwa so wie bei uns in Nordenham .Allerdings
klappt hier die ganze Front /das ganze Heck auf. Nach der Fähre haben
wir einen Superblick auf den Lysefjordenmit Brücke. Wir fahren jetzt in Richtung
Jørpeland auf der 13 und biegen dann nach Preikestolen ab. Die Brücke dort
ist übrigens 600m lang und wir sind bisher durch 24 Tunnel gefahren.
11:00 Auto wird abgestellt und unsere Wanderung zum Preikestolen
startet vom Pakering. Nach dem ersten Stück des Aufstiegs sind wir erst
mal wieder KO und wir pausieren, ist ja sowieso Mittag. Wir werden von
hier 350 Höhenmeter unterschied überwinden. Die ganze Strecke Rundweg
dauert 4 Stunden. Tipp:Nach dem Platogeht
es noch weiter nach oben und man hat einen noch besseren Ausblick und dort schließt sich dann auch der Rundweg
an. Hier ist ein wundervoller Ausblick
auf Seen,
Steilhänge und den Lysefjorden.
Wir sind wieder unterwegs und wollen noch einen Aussichtspunkt und
einen Wasserfall anfahren. Auf dem Weg dorthin fahren wir die 508 dann
die 45 an Dirdal vorbei und bei Gilja geht’s nach Eikeskog dort soll
der schöne Wasserfall Månafossen
sein. Wir treffen dort auf einen Parkplatz, Beschreibungen und
Toiletten sind auch vorhanden. Da es schon etwas später ist legen wir
uns ins Zeug und sind die steile Strecke in einer Stunde hoch. Die
Strecke ist sehr Steil und man kann schon einige Baumaßnahmen erkennen
die diese Strecke wohl angenehmer machen soll. Im Moment ist aber
Muskelkraft angesagt und wir ziehen uns teilweise an so einer Art
Handlauf aus Stahlketten den Berg hinauf. Der Wasserfall ist
wegen des schmalen Flussbetts sehr kräftig und wir können gar nicht
sehen wo er im Tal endet. Wir huschen wieder herunter und fahren dann
auch schon wieder auf der 503 Richtung Vikeså. Das ist übrigens eine
Strecke die für Wohnanhänger gesperrt ist. Den Grund erfahren wir
während des Fahrens. An der Seite der Strecke sind alles kleine Wasserfälle die
teilweise direkt auf die Straße prasseln. Auf dem Schild am Anfang oder
Ende steht das diese Strecke bei Regen gesperrt wird. Alles in allem
ein Traumhafter Anblick und wir haben schon wieder 2 Tunnel hinter uns.
Auf der E39 angekommen geht’s wieder nach Hause. Tipp: Nicht
ganz so berühmt wie der Preikestolen, aber noch höher ist der
Aussichtsfelsen Kjerag, Auch hier ist ein schöner Blick über den
Lysefjorden. Manche steigenauf den Kjeragbolten einen ovalen Felsen,
der zwischen Felswänden eingeklemmt ist. Die Wanderung zum Kjerag ist
länger und anstrengender als zum Preikestolen, lohnt aber. Finden kann
man diese schöne Aussicht am Ende des Lysefjorden in der Nähe von
Lysebotn.
17. Juni
Das Wetter ist gut und wir regenerieren unsere Knochen, sehr dumm ein
Tag verlust!
18. Juni
Richtung
Lyngdal dann die 42, dann nach Evje die 9 rauf bis nach Berg
(Svarvaruten) dort sind wir 4Std. unterwegs und haben dort bei 1300m Schnee erlebt.
Schöne Wanderstrecke nur leider die ganze Zeit Regen. Auf dem Rückweg
haben wir dann für den 23.06.2004 in der Nähe von Evje Rafting gebucht.
Und wieder ab nach Hause. Merken:
Das nächste Mal werden wir einen Campervan haben oder in zwei bis drei
Teilen von Norwegen Häuschen mieten damit man nicht soviel fahren muss.
19. Juni
Wir
wollten erst zu Hause bleiben, haben dann doch unsere Sachen gepackt
einschließlich für eine Übernachtung. Wir machen uns auf dem Weg zum Gaustatoppen. Unterwegs eine sehr schöne Strecke 5-6Std.
Endlich in Rjukan angekommen
die Wolken hängen sehr tief und wir vermuten schon das könnte wohl
nichts werden mit der Bergbesteigung. Wir nehmen uns in der
Jugendherberge ein Zimmer und laufen noch ein wenig im grauen Ort.
20. Juni
Das
Wetter ist immer noch sehr bescheiden. Wir fahren trotzdem zum
Wanderausgangspunkt rauf. Wir benutzen eine Straße die sonst schon mal
wegen Schnee gesperrt wird. Wir sind fast bis zur Gaustahytta, es
schneit und wir müssen aufpassen es ist schon überall weiß. Der Wunsch sagt wir
möchten gerne Laufen, der Verstand sagt leider „bekommt Eure Knochen heil da runter“.Wir fahren wieder nach Hause.
21. Juni
Bei Fasund wandern wir bei Nieselregen durch die Dünen. Haben dort
etliche Überreste von Bunkern gefunden.
22.Juni
Himmel bedeckt, wir haben keine Lust so weit zu fahren und suchen uns
einen Berg in der Nähe an dem man Wandern
kann. Wir haben eine nette Strecke von der 43 genommen und sind
unterwegs zu Lelands Vatnet. Die Anhöhe/ Berg ist nur 393m, wir laufen
im Tal im hohen Gras. Wir sind nur 1 ½ Stunden unterwegs, ein bisschen
wenig für heute. Wir fahren nach Hitra, das geht von der E39 ab und
führt zu dem Bergheia 615m hoch. Im Tal ist es ein sehr schönes Laufen
und am See ist wieder sehr hohes Gras zum Schluss läuft man wieder über
Felsen und wir haben eine sehr schöne Sicht. Dort machen wir dann auch
eine Mittagspause. Zurück geht’s Querfeldein, das ganze waren
nur 2½ Stunden, voll OK für eine zweite Tour.
23. Juni
Unser
Raftingtag. Wir sind unterwegs in Richtung Evje im Moment noch
superschönes warmes Wetter. Mittag haben wir uns auf einer Raststätte hinter dem Rafting-
Center fertig gemacht. Im Troll-Mountain- Center
tragen wir uns in die Briefing –Liste ein. Vier weitere Deutsche sind
mit dabei Wolf und Anna-Lena aus Bremen und und Silvia und Volkmar aus
Dresden. Wir bekommen unsere Kleidung fürs Rafting und weil man mit
Turnschuhe ins Boot soll mieten wir uns noch Füßlinge p.P. 30 Kronen,
zusätzlich gibt es dann Neoprenanzüge, Schwimmwesten und Windbreaker.
Nach dem Anziehen gibt es einmal eine Trockenübung gefolgt von einer
Nassübung. Boote kommen dann aufs Auto die Leute dann ins Auto 2Min.
fahren und zum Staudamm. Der eine Scherzkeks sagt wir sollen von der
Mauer ins Wasser springen--war kein Scherz also alle rein ins Wasser
bevor wir ins Boot dürfen. Wir waren uns jetzt nicht sicher war das ein
Schwimmtest oder bei den Temperaturen Touris quälen. Wir sitzen im Boot
alle gleichermaßen nass, ist jetzt sowieso egal es regnet schon wieder.
Jetzt lernen wir Kommandos alle auf Englisch! Unser Guide ist Schwede
und heißt Bobo. Wir fahren die ersten Stromschnellen runter macht Spaß
wir leben noch und sind nicht raus gefallen.Heiko
sitzt vorn und bekommt das meiste Wasser ab. Bei den nächsten Schnellen
fahren wir an die Seite und gehen erst einmal zu Fuß um uns die
Schnellen anzuschauen. Wieder zum Boot zurück geht es los über die
größeren Schnellen. Wir müssen uns gut festhalten fast sind welche über
Bord. Das macht einen riesigen Spaß wir sind richtig enttäuscht, dass
wir schon wieder an Land sind. Das Boot legen wir wieder aufs Auto und
welche Überraschung, es geht noch mal ins Wasser. Wir nehmen jetzt die
härtere Strecke das bringt Laune. Der Regen hat sich verstärkt es
prasselt, was soll’s nasser kann man nicht werden. Wir fahren noch mal
links an einen Felsen, alle Personen der drei Boote steigen aus. Wieder
mal ne Mutprobe alle einmal vom Felsen runter springen. Alle wieder in
die Boote und schon bricht ein Flottenkrieg aus. Unser Guide sagt wir
sollen das andere Boot rammen und wir tun es. Danach wird jeder der
nicht so kräftig ist wie der Angreifer ins Wasser gezogen. Das ist dann
auch das Ende der Rafting-Tour.
Es war wirklich sehr schön und wir werden das auf alle Fälle wieder
machen. Auf dem Weg nach Hause gabeln wir noch die Dresdner auf und
bringen sie zu ihrem Ferienhäuschen. Zu Hause angekommen
Weltuntergangsstimmung das Wetter ist das Letzte.
24 Juni
Wir
fahren ein letztes Mal die 43 Richtung Kvås, Birkeland bis zur 42
weiter geht’s dann rechts auf der 42 Richtung Dåsnesmoen auf die 9.Auf
der 9 Richtung Norden sehen wir wieder ein Rafting Center und ein Stück
weiter müssen wir 25Kronen für die Straße bezahlen. Die 9 fahren wir
mit einigen Abstechern zu verschiedenen Wasserfällen bis zur E143. An
schönen Aussichtspunkten dem Sørfjorden und Eidfjorden vorbei kommen
wir zu Skigebieten mit sehr schönen Blockhütten.
Wir wollen auch hier Wandern aber nach einer Stunde geben wir bei kalt
beißendem Wind in einer Höhe von 1300m auf. Die Rücktour geht dann über
Gailo und dann immer in Richtung Kongsberg, bei Notodden schon wieder
auf die E143, zur 41 die bis Svenes wieder auf die 42 trifft. Über Evje
ist es dann ja nur noch ein Katzensprung bis nach Haus.
25. Juni
Wir
sind am Packen machen das Haus sauber und in der Dämmerung machen wir
noch eine kleine Tour, wir haben ja schließlich unseren Elch noch nicht
gesehen. Wo findet man einen Elch? Wir fahren einfach über
landwirtschaftlich genutzte Wege die einen Wald in der Nähe haben,
vielleicht verhalten sich die Elche ja wie unsere heimischen Rehe. Es
dauert auch nicht lange, es wird schon fast dunkel da sehen wir unseren
ersten Elch eine Elchkuh und
eine Weile später gibt’s dann schon den Elch dazu, leider zu dunkel für
ein schönes Foto. Na also geht doch. So es wird Zeit, denn am nächsten
Tag müssen wir wieder lange fahren.
26.Juni
Die Schlüsselübergabe kein Problem, dann ab zur Fähre. Zu Hause
angekommen alles in Ordnung, danke Michi.
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